Herzlich willkommen zu diesem Modul! Wenn ihr im Rettungsdienst arbeitet, lernt ihr, wie man blutende Wunden verbindet und gebrochene Knochen schient. Doch nicht alle Verletzungen sind sofort sichtbar.
Ihr werdet in eurem Berufsleben Dinge sehen und erleben, die normale Menschen niemals sehen müssen. Das Leid von Patienten, der Schmerz von Angehörigen oder die Konfrontation mit dem Tod können starke Spuren in eurer eigenen Seele hinterlassen. Eure mentale Gesundheit ist genauso wichtig wie euer körperlicher Arbeitsschutz. In diesem Modul lernt ihr, wie ihr euch im Einsatz selbst schützen könnt, wie ihr euch im Team gegenseitig stützt und welche professionellen Hilfen es für die Zeit nach einem schweren Einsatz gibt.
Stress ist eine normale körperliche Reaktion. Wenn der Alarmmelder piept, schüttet euer Körper Adrenalin aus. Das macht euch wach und leistungsfähig. Wenn der Einsatz aber extrem chaotisch oder emotional belastend ist, kann dieser Stress euch blockieren. Um handlungsfähig zu bleiben, gibt es bewährte Selbsthilfestrategien.
Ihr seid nie allein. Die wichtigste Ressource zur Bewältigung von Stress ist euer Teampartner auf dem Rettungswagen. Die psychosoziale Einsatzbegleitung beginnt nicht erst nach dem Einsatz, sondern schon mittendrin.
Nach einem extrem belastenden Einsatz ist es völlig normal, dass ihr schlecht schlaft, die Bilder immer wieder vor Augen habt oder gereizt seid. Das ist eine normale Reaktion auf ein unnormales Ereignis. Um zu verhindern, dass daraus eine dauerhafte psychische Erkrankung (wie eine Posttraumatische Belastungsstörung) wird, gibt es ein festes System der Nachsorge.
In Deutschland nennt man dieses System die Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte. Es ist in mehrere aufeinanderfolgende Phasen unterteilt:
Das Defusing findet unmittelbar nach dem Einsatz statt. Meistens passiert das schon auf der Rückfahrt im Rettungswagen oder direkt nach der Ankunft auf der Rettungswache.
Wenn der Einsatz sehr schwer war, reicht ein kurzes Gespräch auf der Wache nicht aus. Dann findet einige Tage später ein Debriefing statt.
Wenn die Peers merken, dass eine Kollegin oder ein Kollege das Erlebte auch nach mehreren Wochen nicht verarbeiten kann, vermitteln sie weitere Hilfe. Hier kommen dann speziell geschulte Psychologen oder Psychotherapeuten zum Einsatz, die von den Unfallkassen oder Berufsgenossenschaften bezahlt werden, um eine echte Therapie zu beginnen.
💡 MERKE:
Psychische Belastung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine normale Reaktion auf extreme Einsätze.
Nutzt im Einsatz Techniken wie die taktische Atmung und Mikropausen, um handlungsfähig zu bleiben.
Redet nach dem Einsatz miteinander. Für extrem belastende Ereignisse steht euch jederzeit die Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte zur Verfügung, bei der speziell geschulte Kolleginnen und Kollegen euch dabei helfen, das Erlebte gesund zu verarbeiten.
Herzlich willkommen zu diesem Modul! Wenn ihr im Rettungsdienst arbeitet, lernt ihr, wie man blutende Wunden verbindet und gebrochene Knochen schient. Doch nicht alle Verletzungen sind sofort sichtbar.
Ihr werdet in eurem Berufsleben Dinge sehen und erleben, die normale Menschen niemals sehen müssen. Das Leid von Patienten, der Schmerz von Angehörigen oder die Konfrontation mit dem Tod können starke Spuren in eurer eigenen Seele hinterlassen. Eure mentale Gesundheit ist genauso wichtig wie euer körperlicher Arbeitsschutz. In diesem Modul lernt ihr, wie ihr euch im Einsatz selbst schützen könnt, wie ihr euch im Team gegenseitig stützt und welche professionellen Hilfen es für die Zeit nach einem schweren Einsatz gibt.
Stress ist eine normale körperliche Reaktion. Wenn der Alarmmelder piept, schüttet euer Körper Adrenalin aus. Das macht euch wach und leistungsfähig. Wenn der Einsatz aber extrem chaotisch oder emotional belastend ist, kann dieser Stress euch blockieren. Um handlungsfähig zu bleiben, gibt es bewährte Selbsthilfestrategien.
Ihr seid nie allein. Die wichtigste Ressource zur Bewältigung von Stress ist euer Teampartner auf dem Rettungswagen. Die psychosoziale Einsatzbegleitung beginnt nicht erst nach dem Einsatz, sondern schon mittendrin.
Nach einem extrem belastenden Einsatz ist es völlig normal, dass ihr schlecht schlaft, die Bilder immer wieder vor Augen habt oder gereizt seid. Das ist eine normale Reaktion auf ein unnormales Ereignis. Um zu verhindern, dass daraus eine dauerhafte psychische Erkrankung (wie eine Posttraumatische Belastungsstörung) wird, gibt es ein festes System der Nachsorge.
In Deutschland nennt man dieses System die Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte. Es ist in mehrere aufeinanderfolgende Phasen unterteilt:
Das Defusing findet unmittelbar nach dem Einsatz statt. Meistens passiert das schon auf der Rückfahrt im Rettungswagen oder direkt nach der Ankunft auf der Rettungswache.
Wenn der Einsatz sehr schwer war, reicht ein kurzes Gespräch auf der Wache nicht aus. Dann findet einige Tage später ein Debriefing statt.
Wenn die Peers merken, dass eine Kollegin oder ein Kollege das Erlebte auch nach mehreren Wochen nicht verarbeiten kann, vermitteln sie weitere Hilfe. Hier kommen dann speziell geschulte Psychologen oder Psychotherapeuten zum Einsatz, die von den Unfallkassen oder Berufsgenossenschaften bezahlt werden, um eine echte Therapie zu beginnen.
💡 MERKE:
Psychische Belastung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine normale Reaktion auf extreme Einsätze.
Nutzt im Einsatz Techniken wie die taktische Atmung und Mikropausen, um handlungsfähig zu bleiben.
Redet nach dem Einsatz miteinander. Für extrem belastende Ereignisse steht euch jederzeit die Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte zur Verfügung, bei der speziell geschulte Kolleginnen und Kollegen euch dabei helfen, das Erlebte gesund zu verarbeiten.