Herzlich willkommen in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde! Der Kopf-Hals-Bereich ist extrem stark durchblutet. Das größte präklinische Problem bei Blutungen aus Nase und Mund ist, dass diese Öffnungen direkt über unserer Luftröhre liegen. Jeder Tropfen Blut, der nach hinten in den Rachen läuft, ist eine potenzielle Gefahr für die Lunge. Unser wichtigstes Werkzeug bei diesen Einsätzen ist daher immer eine sofort einsatzbereite und eingeschaltete Absaugpumpe.
Nasenbluten ist einer der häufigsten Notfälle überhaupt. Oft platzt nur ein kleines Gefäß im vorderen Nasenseptum (Locus Kiesselbachi), aber bei älteren Patienten kann es sich um eine lebensgefährliche, unstillbare Blutung aus dem hinteren Nasenbereich handeln.
Blutungen aus dem Mundraum entstehen durch Zungenbisse (oft nach Krampfanfällen), Gesichtstraumata oder Tumore. Der absolute Albtraum-Notfall ist jedoch die Nachblutung nach einer Mandeloperation (Tonsillektomie).
Blutungen aus dem Gehörgang sind selten lebensbedrohlich durch den Blutverlust selbst, aber sie sind ein wichtiges Warnsignal für gravierende Verletzungen im Inneren des Schädels.
💡 MERKE:
Bei Nasenbluten (Epistaxis) den Kopf nach vorne beugen, Nasenflügel fest zusammendrücken und Blutdruck senken! Nachblutungen nach einer Mandel-Operation sind lebensgefährlich (Blutschlucken, Erbrechen, Schock); Absaugung immer bereithalten. Aus dem Mund blutende Patienten dürfen das Blut niemals schlucken, sondern müssen es aktiv ausspucken. Blutungen aus dem Ohr werden niemals tamponiert, da bei einem Schädelbasisbruch Bakterien ins Gehirn gepresst werden könnten oder sich der Druck staut.
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Herzlich willkommen in der absoluten Notfallmedizin! Die Fremdkörperaspiration passiert meist akut beim Essen (Fleischbrocken), Trinken oder bei Kleinkindern beim Spielen mit kleinen Gegenständen. Das Gehirn überlebt ohne Sauerstoff nur etwa 3 bis 5 Minuten, bevor irreversible Schäden eintreten. Unsere präklinische Taktik richtet sich strikt nach 2 Faktoren: Dem Schweregrad der Verlegung und dem Bewusstseinszustand des Patienten.
Nicht jedes Verschlucken erfordert sofort rohe Gewalt. Wir müssen blitzschnell zwischen einer leichten und einer schweren Atemwegsverlegung differenzieren.
Wenn der Hustenstoß bei einer schwergradigen Verlegung ineffektiv ist, müssen wir als Rettungsdienst die Mechanik des Hustens künstlich nachahmen, um den Fremdkörper (Bolus) aus der Luftröhre zu sprengen.
Gelingt die Befreiung nicht, wird der Patient durch den Sauerstoffmangel bewusstlos. Dies ändert unsere Taktik drastisch!
💡 MERKE:
Bei effektivem Husten wird der Patient nur zum weiteren Husten animiert. Bei ineffektivem Husten erfolgen im Wechsel 5 kräftige Rückenschläge und 5 Heimlich-Manöver (Oberbauchkompressionen).Bei Säuglingen unter 1 Jahr ist das Heimlich-Manöver verboten; stattdessen erfolgen 5 Thoraxkompressionen. Wird der Patient bewusstlos, beginnt die Reanimation und die gezielte Fremdkörperentfernung unter Sicht mittels Laryngoskopie und Magillzange (niemals blind tasten!).
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Herzlich willkommen in der Neuro-Otologie! Der Hörsturz (idiopathischer plötzlicher sensorineuraler Hörverlust) ist gewissermaßen der "Herzinfarkt des Innenohrs". Er tritt aus völliger Gesundheit auf, meist innerhalb von wenigen Sekunden oder Minuten. Die genaue Ursache ist bis heute wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Man vermutet Durchblutungsstörungen der winzigen Innenohrgefäße, virale Infektionen oder autoimmunologische Prozesse. Für uns ist wichtig: Ein Hörsturz ist ein Eilfall, aber kein lebensbedrohlicher Blaulicht-Notfall.
Ein echter Hörsturz präsentiert sich klinisch durch ein sehr klares und eindeutiges Beschwerdebild, das wir gezielt abfragen müssen.
Hier lauert die größte Gefahr für den Rettungsdienst! Das Innenohr wird aus demselben Gefäßsystem (Arteria cerebelli inferior anterior) versorgt wie das Kleinhirn und der Hirnstamm.
Die Therapie des isolierten Hörsturzes findet in der Klinik statt (oft durch hochdosierte Kortison-Gabe). Wir legen präklinisch den Grundstein für die Genesung durch Ruhe.
💡 MERKE:
Ein klassischer Hörsturz ist immer einseitig, schmerzfrei und geht oft mit einem "Wattegefühl" und Tinnitus einher. Tritt der Hörverlust kombiniert mit massivem Drehschwindel oder Ausfallerscheinungen auf, besteht akuter Verdacht auf einen Schlaganfall! Die präklinische Therapie besteht aus absoluter Reizabschirmung, psychologischer Betreuung und einem lärmfreien Transport. Es handelt sich um einen Eilfall (Therapiebeginn innerhalb von 24 bis 48 Stunden), nicht um einen Load-and-Go-Notfall.
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Herzlich willkommen in der psychologischen Akutintervention! Der Tinnitus (Ohrensausen) beschreibt eine auditive Wahrnehmung ohne jede äußere Schallquelle. Das Pfeifen, Rauschen oder Brummen entsteht im Gehirn oder im Innenohr. Für uns in der Präklinik ist es entscheidend zu verstehen, dass der Patient nicht simuliert – der Ton ist für ihn real und oft von ohrenbetäubender Lautstärke. Wir therapieren hier meist nicht das Ohr, sondern den massiv entgleisten Kreislauf.
Man unterscheidet grundsätzlich 2 Formen, die uns diagnostisch in völlig unterschiedliche Richtungen lenken.
Ein isoliertes Fiepen im Ohr ist ein Fall für den niedergelassenen HNO-Arzt. Es gibt jedoch Warnsignale, bei denen der Rettungsdienst sofort eskalieren muss.
Die Notfallsituation entsteht meist durch die massive vegetative Reaktion des Körpers auf das unerklärliche Geräusch im Kopf.
💡 MERKE:
Ein isolierter Tinnitus ist kein Blaulicht-Notfall; unsere primäre Aufgabe ist die psychologische Betreuung und die Durchbrechung der Panik. Ein Rauschen, das pulssynchron (im Takt des Herzschlags) pocht, ist eine Red Flag für lebensgefährliche Gefäßverletzungen (Dissektion).Bei neurologischen Ausfällen (Schwindel, Lähmung) ist der Tinnitus nur ein Begleitsymptom eines Schlaganfalls. Der Transport muss zwingend unter Reizabschirmung (Verzicht auf das Martinshorn) erfolgen.
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Herzlich willkommen in der Schnittmenge von Neurologie und HNO! Schwindel (Vertigo) ist keine Krankheit, sondern eine Halluzination von Bewegung. Das Gehirn erhält widersprüchliche Daten von den Augen, dem Gleichgewichtsorgan (Vestibularorgan) im Ohr und den Muskeln. Beim Schalltrauma hingegen schlägt eine unsichtbare Druckwelle in das Ohr ein. Unsere Aufgabe ist es, lebensgefährliche Hirninfarkte auszuschließen und verletzte Ohren vor weiteren Schäden zu bewahren.
Wenn sich für den Patienten der Raum dreht oder der Boden schwankt, müssen wir präklinisch exakt 1 Frage beantworten: Kommt das Problem aus dem Innenohr oder aus dem Gehirn?
Der Patient leidet Höllenqualen und hat massive Angst zu stürzen.
Diese Traumata entstehen durch extreme physikalische Schalldruckwellen, unterscheiden sich aber in ihrer Dauer und den zerstörten Strukturen.
Hier können wir auf der Straße nicht viel heilen, aber sehr viel falsch machen.
💡 MERKE:
Bei jedem Schwindel muss sofort ein Schlaganfall durch einen neurologischen Check (FAST-Test) ausgeschlossen werden. Beim Knalltrauma (kurz) bleibt das Trommelfell intakt, beim Explosionstrauma (lang) zerreißt es und das Ohr blutet. In traumatisierte Ohren dürfen niemals Tropfen gegeben werden und sie werden niemals tamponiert! Schwindelpatienten benötigen Sturzsicherung und bei starker Übelkeit eine medikamentöse Therapie durch den Notarzt.
Herzlich willkommen in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde! Der Kopf-Hals-Bereich ist extrem stark durchblutet. Das größte präklinische Problem bei Blutungen aus Nase und Mund ist, dass diese Öffnungen direkt über unserer Luftröhre liegen. Jeder Tropfen Blut, der nach hinten in den Rachen läuft, ist eine potenzielle Gefahr für die Lunge. Unser wichtigstes Werkzeug bei diesen Einsätzen ist daher immer eine sofort einsatzbereite und eingeschaltete Absaugpumpe.
Nasenbluten ist einer der häufigsten Notfälle überhaupt. Oft platzt nur ein kleines Gefäß im vorderen Nasenseptum (Locus Kiesselbachi), aber bei älteren Patienten kann es sich um eine lebensgefährliche, unstillbare Blutung aus dem hinteren Nasenbereich handeln.
Blutungen aus dem Mundraum entstehen durch Zungenbisse (oft nach Krampfanfällen), Gesichtstraumata oder Tumore. Der absolute Albtraum-Notfall ist jedoch die Nachblutung nach einer Mandeloperation (Tonsillektomie).
Blutungen aus dem Gehörgang sind selten lebensbedrohlich durch den Blutverlust selbst, aber sie sind ein wichtiges Warnsignal für gravierende Verletzungen im Inneren des Schädels.
💡 MERKE:
Bei Nasenbluten (Epistaxis) den Kopf nach vorne beugen, Nasenflügel fest zusammendrücken und Blutdruck senken! Nachblutungen nach einer Mandel-Operation sind lebensgefährlich (Blutschlucken, Erbrechen, Schock); Absaugung immer bereithalten. Aus dem Mund blutende Patienten dürfen das Blut niemals schlucken, sondern müssen es aktiv ausspucken. Blutungen aus dem Ohr werden niemals tamponiert, da bei einem Schädelbasisbruch Bakterien ins Gehirn gepresst werden könnten oder sich der Druck staut.
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Herzlich willkommen in der absoluten Notfallmedizin! Die Fremdkörperaspiration passiert meist akut beim Essen (Fleischbrocken), Trinken oder bei Kleinkindern beim Spielen mit kleinen Gegenständen. Das Gehirn überlebt ohne Sauerstoff nur etwa 3 bis 5 Minuten, bevor irreversible Schäden eintreten. Unsere präklinische Taktik richtet sich strikt nach 2 Faktoren: Dem Schweregrad der Verlegung und dem Bewusstseinszustand des Patienten.
Nicht jedes Verschlucken erfordert sofort rohe Gewalt. Wir müssen blitzschnell zwischen einer leichten und einer schweren Atemwegsverlegung differenzieren.
Wenn der Hustenstoß bei einer schwergradigen Verlegung ineffektiv ist, müssen wir als Rettungsdienst die Mechanik des Hustens künstlich nachahmen, um den Fremdkörper (Bolus) aus der Luftröhre zu sprengen.
Gelingt die Befreiung nicht, wird der Patient durch den Sauerstoffmangel bewusstlos. Dies ändert unsere Taktik drastisch!
💡 MERKE:
Bei effektivem Husten wird der Patient nur zum weiteren Husten animiert. Bei ineffektivem Husten erfolgen im Wechsel 5 kräftige Rückenschläge und 5 Heimlich-Manöver (Oberbauchkompressionen).Bei Säuglingen unter 1 Jahr ist das Heimlich-Manöver verboten; stattdessen erfolgen 5 Thoraxkompressionen. Wird der Patient bewusstlos, beginnt die Reanimation und die gezielte Fremdkörperentfernung unter Sicht mittels Laryngoskopie und Magillzange (niemals blind tasten!).
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Herzlich willkommen in der Neuro-Otologie! Der Hörsturz (idiopathischer plötzlicher sensorineuraler Hörverlust) ist gewissermaßen der "Herzinfarkt des Innenohrs". Er tritt aus völliger Gesundheit auf, meist innerhalb von wenigen Sekunden oder Minuten. Die genaue Ursache ist bis heute wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Man vermutet Durchblutungsstörungen der winzigen Innenohrgefäße, virale Infektionen oder autoimmunologische Prozesse. Für uns ist wichtig: Ein Hörsturz ist ein Eilfall, aber kein lebensbedrohlicher Blaulicht-Notfall.
Ein echter Hörsturz präsentiert sich klinisch durch ein sehr klares und eindeutiges Beschwerdebild, das wir gezielt abfragen müssen.
Hier lauert die größte Gefahr für den Rettungsdienst! Das Innenohr wird aus demselben Gefäßsystem (Arteria cerebelli inferior anterior) versorgt wie das Kleinhirn und der Hirnstamm.
Die Therapie des isolierten Hörsturzes findet in der Klinik statt (oft durch hochdosierte Kortison-Gabe). Wir legen präklinisch den Grundstein für die Genesung durch Ruhe.
💡 MERKE:
Ein klassischer Hörsturz ist immer einseitig, schmerzfrei und geht oft mit einem "Wattegefühl" und Tinnitus einher. Tritt der Hörverlust kombiniert mit massivem Drehschwindel oder Ausfallerscheinungen auf, besteht akuter Verdacht auf einen Schlaganfall! Die präklinische Therapie besteht aus absoluter Reizabschirmung, psychologischer Betreuung und einem lärmfreien Transport. Es handelt sich um einen Eilfall (Therapiebeginn innerhalb von 24 bis 48 Stunden), nicht um einen Load-and-Go-Notfall.
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Herzlich willkommen in der psychologischen Akutintervention! Der Tinnitus (Ohrensausen) beschreibt eine auditive Wahrnehmung ohne jede äußere Schallquelle. Das Pfeifen, Rauschen oder Brummen entsteht im Gehirn oder im Innenohr. Für uns in der Präklinik ist es entscheidend zu verstehen, dass der Patient nicht simuliert – der Ton ist für ihn real und oft von ohrenbetäubender Lautstärke. Wir therapieren hier meist nicht das Ohr, sondern den massiv entgleisten Kreislauf.
Man unterscheidet grundsätzlich 2 Formen, die uns diagnostisch in völlig unterschiedliche Richtungen lenken.
Ein isoliertes Fiepen im Ohr ist ein Fall für den niedergelassenen HNO-Arzt. Es gibt jedoch Warnsignale, bei denen der Rettungsdienst sofort eskalieren muss.
Die Notfallsituation entsteht meist durch die massive vegetative Reaktion des Körpers auf das unerklärliche Geräusch im Kopf.
💡 MERKE:
Ein isolierter Tinnitus ist kein Blaulicht-Notfall; unsere primäre Aufgabe ist die psychologische Betreuung und die Durchbrechung der Panik. Ein Rauschen, das pulssynchron (im Takt des Herzschlags) pocht, ist eine Red Flag für lebensgefährliche Gefäßverletzungen (Dissektion).Bei neurologischen Ausfällen (Schwindel, Lähmung) ist der Tinnitus nur ein Begleitsymptom eines Schlaganfalls. Der Transport muss zwingend unter Reizabschirmung (Verzicht auf das Martinshorn) erfolgen.
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Herzlich willkommen in der Schnittmenge von Neurologie und HNO! Schwindel (Vertigo) ist keine Krankheit, sondern eine Halluzination von Bewegung. Das Gehirn erhält widersprüchliche Daten von den Augen, dem Gleichgewichtsorgan (Vestibularorgan) im Ohr und den Muskeln. Beim Schalltrauma hingegen schlägt eine unsichtbare Druckwelle in das Ohr ein. Unsere Aufgabe ist es, lebensgefährliche Hirninfarkte auszuschließen und verletzte Ohren vor weiteren Schäden zu bewahren.
Wenn sich für den Patienten der Raum dreht oder der Boden schwankt, müssen wir präklinisch exakt 1 Frage beantworten: Kommt das Problem aus dem Innenohr oder aus dem Gehirn?
Der Patient leidet Höllenqualen und hat massive Angst zu stürzen.
Diese Traumata entstehen durch extreme physikalische Schalldruckwellen, unterscheiden sich aber in ihrer Dauer und den zerstörten Strukturen.
Hier können wir auf der Straße nicht viel heilen, aber sehr viel falsch machen.
💡 MERKE:
Bei jedem Schwindel muss sofort ein Schlaganfall durch einen neurologischen Check (FAST-Test) ausgeschlossen werden. Beim Knalltrauma (kurz) bleibt das Trommelfell intakt, beim Explosionstrauma (lang) zerreißt es und das Ohr blutet. In traumatisierte Ohren dürfen niemals Tropfen gegeben werden und sie werden niemals tamponiert! Schwindelpatienten benötigen Sturzsicherung und bei starker Übelkeit eine medikamentöse Therapie durch den Notarzt.