Herzlich willkommen in der Hochleistungsmedizin! Wenn der Rettungsdienst am Einsatzort eintrifft, läuft die Herzdruckmassage idealerweise bereits. Ab dieser Sekunde wird die Reanimation um 3 entscheidende Säulen erweitert: Wir analysieren die elektrischen Ströme des Herzens, wir sichern die Atemwege professionell ab und wir bringen hochwirksame Medikamente in den Blutkreislauf. Dabei gilt die eiserne Leitlinien-Regel: Keine dieser erweiterten Maßnahmen darf dazu führen, dass die Herzdruckmassage wesentlich unterbrochen wird!
Die allererste erweiterte Maßnahme ist das Aufkleben der Defibrillations-Pads, um zu sehen, was das Herz elektrisch macht. Wir unterscheiden streng zwischen 2 Rhythmus-Gruppen, die völlig unterschiedlich behandelt werden.
Während der Basismaßnahmen wurde oft nur mit einer einfachen Taschenmaske oder gar nicht beatmet. Im ALS-Algorithmus übernehmen wir die komplette Kontrolle über die Lunge.
Die letzte große Säule ist die Chemie. Um Medikamente geben zu können, brauchen wir sofort einen intravenösen Zugang. Gelingt dieser nicht schnell, wird nach spätestens 2 Versuchen ein intraossärer Zugang (eine Nadel direkt in den Knochen) gebohrt.
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Herzlich willkommen bei den Rhythmusstörungen! Im Rettungsdienst behandeln wir niemals nur das Bild auf dem Monitor, sondern immer den Patienten. Eine Herzfrequenz von 40 oder 160 Schlägen pro Minute ist an sich noch kein Grund zur Panik. Wir müssen zwingend prüfen, ob der Kreislauf des Patienten unter dieser Frequenz zusammenbricht. Wir suchen nach den 4 Instabilitätskriterien:
Liegt auch nur 1 dieser Kriterien vor, haben wir einen absoluten Notfall und müssen sofort eingreifen!
Eine Bradykardie liegt vor, wenn das Herz weniger als 50 Mal pro Minute schlägt und das Herzzeitvolumen nicht mehr für die Organe ausreicht.
Eine Tachykardie liegt vor, wenn das Herz schneller als 150 Mal pro Minute schlägt. Das Herz pumpt so schnell, dass es sich zwischen den Schlägen nicht mehr mit Blut füllen kann.
💡 MERKE:
Die 4 Instabilitätskriterien entscheiden, ob wir Zeit haben oder sofort aggressiv handeln müssen. Bei der Bradykardie starten wir mit 0,5 Milligramm Atropin. Hilft das nicht, folgen Adrenalin oder der externe Schrittmacher. Bei der instabilen Tachykardie ist die synchronisierte, elektrische Kardioversion alternativlos. Adenosin bei stabilen Schmalkomplextachykardien führt zu einem extrem unangenehmen, bewussten Herzstillstand von wenigen Sekunden.
Herzlich willkommen in der Hochleistungsmedizin! Wenn der Rettungsdienst am Einsatzort eintrifft, läuft die Herzdruckmassage idealerweise bereits. Ab dieser Sekunde wird die Reanimation um 3 entscheidende Säulen erweitert: Wir analysieren die elektrischen Ströme des Herzens, wir sichern die Atemwege professionell ab und wir bringen hochwirksame Medikamente in den Blutkreislauf. Dabei gilt die eiserne Leitlinien-Regel: Keine dieser erweiterten Maßnahmen darf dazu führen, dass die Herzdruckmassage wesentlich unterbrochen wird!
Die allererste erweiterte Maßnahme ist das Aufkleben der Defibrillations-Pads, um zu sehen, was das Herz elektrisch macht. Wir unterscheiden streng zwischen 2 Rhythmus-Gruppen, die völlig unterschiedlich behandelt werden.
Während der Basismaßnahmen wurde oft nur mit einer einfachen Taschenmaske oder gar nicht beatmet. Im ALS-Algorithmus übernehmen wir die komplette Kontrolle über die Lunge.
Die letzte große Säule ist die Chemie. Um Medikamente geben zu können, brauchen wir sofort einen intravenösen Zugang. Gelingt dieser nicht schnell, wird nach spätestens 2 Versuchen ein intraossärer Zugang (eine Nadel direkt in den Knochen) gebohrt.
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Herzlich willkommen bei den Rhythmusstörungen! Im Rettungsdienst behandeln wir niemals nur das Bild auf dem Monitor, sondern immer den Patienten. Eine Herzfrequenz von 40 oder 160 Schlägen pro Minute ist an sich noch kein Grund zur Panik. Wir müssen zwingend prüfen, ob der Kreislauf des Patienten unter dieser Frequenz zusammenbricht. Wir suchen nach den 4 Instabilitätskriterien:
Liegt auch nur 1 dieser Kriterien vor, haben wir einen absoluten Notfall und müssen sofort eingreifen!
Eine Bradykardie liegt vor, wenn das Herz weniger als 50 Mal pro Minute schlägt und das Herzzeitvolumen nicht mehr für die Organe ausreicht.
Eine Tachykardie liegt vor, wenn das Herz schneller als 150 Mal pro Minute schlägt. Das Herz pumpt so schnell, dass es sich zwischen den Schlägen nicht mehr mit Blut füllen kann.
💡 MERKE:
Die 4 Instabilitätskriterien entscheiden, ob wir Zeit haben oder sofort aggressiv handeln müssen. Bei der Bradykardie starten wir mit 0,5 Milligramm Atropin. Hilft das nicht, folgen Adrenalin oder der externe Schrittmacher. Bei der instabilen Tachykardie ist die synchronisierte, elektrische Kardioversion alternativlos. Adenosin bei stabilen Schmalkomplextachykardien führt zu einem extrem unangenehmen, bewussten Herzstillstand von wenigen Sekunden.