Herzlich willkommen zum A-Problem! Die Atemwege sind das anatomische Nadelöhr jedes Patienten. Egal ob durch Erbrochenes, Blut, ein verschlucktes Stück Fleisch oder die eigene, zurückfallende Zunge bei Bewusstlosigkeit – wenn dieses Nadelöhr verschlossen ist, verbleiben nur wenige Minuten, bevor das Gehirn unwiderruflich stirbt. Eure Aufgabe ist es, dieses Hindernis rasch zu erkennen und mechanisch zu beseitigen.
Bevor ihr eingreift, müsst ihr verstehen, wie sich der Körper selbst schützt und woran ihr erkennt, dass dieser Schutz versagt hat.
Wenn sich ein Patient (zum Beispiel beim Essen) verschluckt hat, müsst ihr sofort den Schweregrad und das Alter beurteilen. Das Vorgehen richtet sich streng nach den ERC-Guidelines 2021, die in den BPR hinterlegt sind.
Solange der Patient ansprechbar ist und der Hustenstoß effektiv ist, greift ihr nicht physisch ein! Ihr feuert den Patienten lediglich an: „Weiter kräftig husten!“.Wird der Husten ineffektiv (lautlos) und die Atemnot schwerer, müsst ihr sofort eskalieren:
Achtung: Bei Säuglingen dürft ihr niemals Oberbauchkompressionen durchführen, da die Leber extrem verletzlich ist!Hier wechselt ihr zwischen 5 Rückenschlägen (Säugling liegt kopfüber auf eurem Unterarm) und 5 Thoraxkompressionen (Druck auf das Brustbein, ähnlich der Reanimation, nur schärfer und langsamer).
Wenn der wache Patient das Bewusstsein verliert oder ihr einen Patienten mit verlegten Atemwegen bewusstlos vorfindet, ändert sich die Strategie radikal!
Wenn der Fremdkörper im Rachen sitzt, muss er mechanisch entfernt werden.
Oft ist es kein fester Fremdkörper, sondern flüssiges Material (Blut, zäher Schleim, Eiter, Erbrochenes), das die Atemwege blockiert. Hier kommt die Absaugpumpe ins Spiel. Das endobronchiale Absaugen (das Absaugen tief in den Atemwegen) ist eine hochinvasive Maßnahme!
Das Absaugen ist extremer Stress für den Körper.
💡 MERKE:
Ohne A kein Überleben! Bei wachen Patienten mit Fremdkörperaspiration gilt die Regel: 5 Rückenschläge im Wechsel mit 5 Oberbauchkompressionen (bei Säuglingen Thoraxkompressionen!).Führt eine manuelle Ausräumung niemals blind durch!Das endobronchiale Absaugen erfordert absolute Sterilität, vorherige Präoxygenierung und den sofortigen Abbruch bei einem lebensgefährlichen Vagusreiz (Bradykardie).
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Herzlich willkommen zu diesem essentiellen Praxis-Modul! Wenn ein Mensch das Bewusstsein verliert, erschlafft seine gesamte Muskulatur. Das betrifft auch die Zungenmuskulatur und den weichen Gaumen. Da der Patient meist auf dem Rücken liegt, zieht die Schwerkraft die schwere Zungenwurzel unweigerlich nach hinten unten – direkt auf die Hinterwand des Rachens. Die Luftröhre wird mechanisch wie durch einen Korken verschlossen. Eure Aufgabe ist es nun, die Anatomie durch gezielte Handgriffe oder Hilfsmittel so zu verändern, dass die Luft wieder ungehindert strömen kann.
Bevor ihr nach Plastikschläuchen oder Geräten greift, nutzt ihr eure Hände. Diese Manöver sind in den ersten Sekunden absolut lebensrettend und erfordern keinerlei Ausrüstung.
Die stabile Seitenlage ist weit mehr als nur ein Erste-Hilfe-Kurs-Thema; sie ist eine hochwirksame medizinische Intervention zum Freihalten der Atemwege.
Wenn Handgriffe allein nicht ausreichen oder ihr die Hände für andere Maßnahmen (wie eine Maskenbeatmung) freihaben müsst, greifen wir auf einfache Tuben zurück. Wichtig: Diese Tuben schützen nicht vor Aspiration (Erbrochenem)! Sie halten lediglich die Zunge aus dem Weg.
Der Guedel-Tubus ist ein hartes, gebogenes Plastikrohr, das durch den Mund in den Rachen eingeführt wird. Er hat in der Mitte einen Beißblock.
Der Wendl-Tubus ist ein weicher, flexibler Schlauch aus Gummi oder Silikon, der über die Nase eingeführt wird. Er ist oft die elegantere und sicherere Wahl!
💡 MERKE:
Ohne Hilfsmittel gilt: Bei internistischen Patienten den Kopf überstrecken (Head-Tilt/Chin-Lift), bei Trauma-Patienten den Nacken in Ruhe lassen und den Unterkiefer vorschieben (Esmarch-Handgriff).Die Stabile Seitenlage ist euer stärkster Schutz vor dem Einatmen von Erbrochenem (Aspiration).Der Guedel-Tubus (Plastik) nur bei tiefer Bewusstlosigkeit ohne Reflexe. Der weiche Wendl-Tubus (Nase) geht auch bei vorhandenen Reflexen, ist aber bei Schädelbasisbrüchen streng verboten!
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Herzlich willkommen zum B-Problem! Die Atmung ist der Motor unseres Stoffwechsels. Ein gesunder Erwachsener atmet in Ruhe etwa 12 bis 15 Mal pro Minute. Bei jedem Atemzug findet tief unten in den winzigen Lungenbläschen (den Alveolen) das Wunder des Gasaustauschs statt: Sauerstoff geht ins Blut, das giftige Abfallprodukt Kohlendioxid wird abgeatmet. Wenn dieser Motor stottert, sterben die Zellen. Eure Aufgabe ist es, dieses Stottern sofort zu erkennen und das richtige Werkzeug zur Sauerstoffgabe zu wählen.
Ein B-Problem ist oft auf den ersten Blick sichtbar, noch bevor ihr den Monitor anschließt. Ihr müsst den Patienten entkleiden und seinen Brustkorb genau beobachten!
Wenn der Patient zu wenig Sauerstoff im Blut hat (Hypoxie), müssen wir den Sauerstoffanteil in seiner Atemluft künstlich erhöhen. Die normale Umgebungsluft hat nur $21 \%$ Sauerstoff. Je nach Schweregrad nutzen wir unterschiedliche Systeme.
Die Sauerstoffbrille ist ein weicher Plastikschlauch mit zwei kleinen Stutzen, die in die Nasenlöcher des Patienten gelegt werden. Sie ist das Mittel der Wahl für leichtgradige B-Probleme.
Wenn die Brille nicht reicht, eskalieren wir zur Maske. Diese umschließt Mund und Nase.
Dies ist euer absolutes Arbeitstier im Rettungsdienst für alle kritisch kranken Patienten (Schwerverletzte, Herzinfarkt, schwere Atemnot). Sie besitzt einen zusätzlichen Beutel (das Reservoir) unter der Maske.
Dies ist die absolute High-End-Lösung der Sauerstoffgabe und bildet die Brücke zur künstlichen Beatmung. Ein Demand-Ventil ist ein massives Metall- oder Plastikventil, das über einen dicken Druckschlauch direkt mit der Sauerstoffflasche verbunden ist. Es wird auf eine dicht sitzende Beatmungsmaske gesteckt.
💡 MERKE:
Das Zielgebiet für die Sauerstoffsättigung liegt bei normalen Notfallpatienten bei $94 \%$ bis $98 \%$ (bei COPD-Patienten streng bei $88 \%$ bis $92 \%$).
Betreibt eine einfache Sauerstoffmaske ohne Reservoir niemals unter 5 Liter/min, um eine tödliche Kohlendioxid-Vergiftung zu verhindern!
Der Reservoirbeutel der Traumamaske muss vor dem Aufsetzen zwingend prall gefüllt sein!
Das Demand-Ventil triggert durch die Einatmung des Patienten und liefert echte $100 \%$ reinen Sauerstoff.
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Herzlich willkommen zur Königsdisziplin der manuellen Lebensrettung! Bevor wir den Beatmungsbeutel in die Hand nehmen, müsst ihr einen extrem wichtigen physikalischen Unterschied verstehen:Die natürliche Atmung eines Menschen funktioniert durch Unterdruck. Das Zwerchfell zieht sich zusammen, ein Vakuum entsteht im Brustkorb, und die Luft wird passiv eingesaugt.Die künstliche Beatmung durch euch funktioniert jedoch durch Überdruck. Ihr presst die Luft mit massiver mechanischer Kraft aktiv in den Brustkorb, wie beim Aufpumpen eines Autoreifens. Dieser Überdruck ist extrem unnatürlich für den Körper und hat gravierende Auswirkungen auf den Blutkreislauf, weshalb ihr hier mit chirurgischer Präzision arbeiten müsst.
Ein moderner Beatmungsbeutel ist ein hochkomplexes System, das aus mehreren Bauteilen besteht, die perfekt ineinandergreifen müssen.
Die größte Herausforderung bei der Beutel-Masken-Beatmung ist nicht das Drücken des Beutels, sondern das Dicht-Halten der Maske auf dem Gesicht. Ein menschliches Gesicht ist nicht flach, sondern uneben.
Studien zeigen klar: Die Ein-Helfer-Methode ist selbst bei Profis oft undicht. Wenn ihr genug Personal vor Ort habt, müsst ihr sofort auf die Zwei-Helfer-Methode umsteigen!
Wenn die Maske dicht sitzt, beginnt die eigentliche Gefahr. Durch den Stress im Einsatz neigen Helfer dazu, viel zu schnell und viel zu fest zu drücken. Das nennt man Hyperventilation, und es tötet den Patienten.
Eine Beutel-Masken-Beatmung ohne Hilfsmittel ist ein Kampf gegen Windmühlen. Sobald ihr den Beutel aufsetzt, drückt ihr oft unweigerlich den Kiefer und damit die Zunge nach unten.Daher gilt der absolute Grundsatz: Vor jeder Beutel-Masken-Beatmung wird (falls keine Kontraindikationen vorliegen) ein Guedel-Tubus in den Mund oder ein Wendl-Tubus in die Nase eingelegt! Diese kleinen Plastikrohre halten die Zunge aus dem Weg und garantieren, dass eure mühsam in den Patienten gepresste Luft auch wirklich in der Luftröhre ankommt.
💡 MERKE:
Die Beutel-Masken-Beatmung (BMB) ist die wichtigste Grundfähigkeit! Der C-E-Griff zieht das Gesicht in die Maske (nicht die Maske ins Gesicht).Nutzt wann immer möglich die Zwei-Helfer-Methode für absolute Dichtigkeit.Drückt den Beutel nur mit 500 bis 600 ml Volumen (bis sich der Brustkorb hebt) und vermeidet schnelle Hyperventilation zwingend, um ein Erbrechen des Mageninhalts und einen Blutdruckabfall zu verhindern!Legt vor der Beatmung immer einen Guedel- oder Wendl-Tubus ein!
Herzlich willkommen zum A-Problem! Die Atemwege sind das anatomische Nadelöhr jedes Patienten. Egal ob durch Erbrochenes, Blut, ein verschlucktes Stück Fleisch oder die eigene, zurückfallende Zunge bei Bewusstlosigkeit – wenn dieses Nadelöhr verschlossen ist, verbleiben nur wenige Minuten, bevor das Gehirn unwiderruflich stirbt. Eure Aufgabe ist es, dieses Hindernis rasch zu erkennen und mechanisch zu beseitigen.
Bevor ihr eingreift, müsst ihr verstehen, wie sich der Körper selbst schützt und woran ihr erkennt, dass dieser Schutz versagt hat.
Wenn sich ein Patient (zum Beispiel beim Essen) verschluckt hat, müsst ihr sofort den Schweregrad und das Alter beurteilen. Das Vorgehen richtet sich streng nach den ERC-Guidelines 2021, die in den BPR hinterlegt sind.
Solange der Patient ansprechbar ist und der Hustenstoß effektiv ist, greift ihr nicht physisch ein! Ihr feuert den Patienten lediglich an: „Weiter kräftig husten!“.Wird der Husten ineffektiv (lautlos) und die Atemnot schwerer, müsst ihr sofort eskalieren:
Achtung: Bei Säuglingen dürft ihr niemals Oberbauchkompressionen durchführen, da die Leber extrem verletzlich ist!Hier wechselt ihr zwischen 5 Rückenschlägen (Säugling liegt kopfüber auf eurem Unterarm) und 5 Thoraxkompressionen (Druck auf das Brustbein, ähnlich der Reanimation, nur schärfer und langsamer).
Wenn der wache Patient das Bewusstsein verliert oder ihr einen Patienten mit verlegten Atemwegen bewusstlos vorfindet, ändert sich die Strategie radikal!
Wenn der Fremdkörper im Rachen sitzt, muss er mechanisch entfernt werden.
Oft ist es kein fester Fremdkörper, sondern flüssiges Material (Blut, zäher Schleim, Eiter, Erbrochenes), das die Atemwege blockiert. Hier kommt die Absaugpumpe ins Spiel. Das endobronchiale Absaugen (das Absaugen tief in den Atemwegen) ist eine hochinvasive Maßnahme!
Das Absaugen ist extremer Stress für den Körper.
💡 MERKE:
Ohne A kein Überleben! Bei wachen Patienten mit Fremdkörperaspiration gilt die Regel: 5 Rückenschläge im Wechsel mit 5 Oberbauchkompressionen (bei Säuglingen Thoraxkompressionen!).Führt eine manuelle Ausräumung niemals blind durch!Das endobronchiale Absaugen erfordert absolute Sterilität, vorherige Präoxygenierung und den sofortigen Abbruch bei einem lebensgefährlichen Vagusreiz (Bradykardie).
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Herzlich willkommen zu diesem essentiellen Praxis-Modul! Wenn ein Mensch das Bewusstsein verliert, erschlafft seine gesamte Muskulatur. Das betrifft auch die Zungenmuskulatur und den weichen Gaumen. Da der Patient meist auf dem Rücken liegt, zieht die Schwerkraft die schwere Zungenwurzel unweigerlich nach hinten unten – direkt auf die Hinterwand des Rachens. Die Luftröhre wird mechanisch wie durch einen Korken verschlossen. Eure Aufgabe ist es nun, die Anatomie durch gezielte Handgriffe oder Hilfsmittel so zu verändern, dass die Luft wieder ungehindert strömen kann.
Bevor ihr nach Plastikschläuchen oder Geräten greift, nutzt ihr eure Hände. Diese Manöver sind in den ersten Sekunden absolut lebensrettend und erfordern keinerlei Ausrüstung.
Die stabile Seitenlage ist weit mehr als nur ein Erste-Hilfe-Kurs-Thema; sie ist eine hochwirksame medizinische Intervention zum Freihalten der Atemwege.
Wenn Handgriffe allein nicht ausreichen oder ihr die Hände für andere Maßnahmen (wie eine Maskenbeatmung) freihaben müsst, greifen wir auf einfache Tuben zurück. Wichtig: Diese Tuben schützen nicht vor Aspiration (Erbrochenem)! Sie halten lediglich die Zunge aus dem Weg.
Der Guedel-Tubus ist ein hartes, gebogenes Plastikrohr, das durch den Mund in den Rachen eingeführt wird. Er hat in der Mitte einen Beißblock.
Der Wendl-Tubus ist ein weicher, flexibler Schlauch aus Gummi oder Silikon, der über die Nase eingeführt wird. Er ist oft die elegantere und sicherere Wahl!
💡 MERKE:
Ohne Hilfsmittel gilt: Bei internistischen Patienten den Kopf überstrecken (Head-Tilt/Chin-Lift), bei Trauma-Patienten den Nacken in Ruhe lassen und den Unterkiefer vorschieben (Esmarch-Handgriff).Die Stabile Seitenlage ist euer stärkster Schutz vor dem Einatmen von Erbrochenem (Aspiration).Der Guedel-Tubus (Plastik) nur bei tiefer Bewusstlosigkeit ohne Reflexe. Der weiche Wendl-Tubus (Nase) geht auch bei vorhandenen Reflexen, ist aber bei Schädelbasisbrüchen streng verboten!
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Herzlich willkommen zum B-Problem! Die Atmung ist der Motor unseres Stoffwechsels. Ein gesunder Erwachsener atmet in Ruhe etwa 12 bis 15 Mal pro Minute. Bei jedem Atemzug findet tief unten in den winzigen Lungenbläschen (den Alveolen) das Wunder des Gasaustauschs statt: Sauerstoff geht ins Blut, das giftige Abfallprodukt Kohlendioxid wird abgeatmet. Wenn dieser Motor stottert, sterben die Zellen. Eure Aufgabe ist es, dieses Stottern sofort zu erkennen und das richtige Werkzeug zur Sauerstoffgabe zu wählen.
Ein B-Problem ist oft auf den ersten Blick sichtbar, noch bevor ihr den Monitor anschließt. Ihr müsst den Patienten entkleiden und seinen Brustkorb genau beobachten!
Wenn der Patient zu wenig Sauerstoff im Blut hat (Hypoxie), müssen wir den Sauerstoffanteil in seiner Atemluft künstlich erhöhen. Die normale Umgebungsluft hat nur $21 \%$ Sauerstoff. Je nach Schweregrad nutzen wir unterschiedliche Systeme.
Die Sauerstoffbrille ist ein weicher Plastikschlauch mit zwei kleinen Stutzen, die in die Nasenlöcher des Patienten gelegt werden. Sie ist das Mittel der Wahl für leichtgradige B-Probleme.
Wenn die Brille nicht reicht, eskalieren wir zur Maske. Diese umschließt Mund und Nase.
Dies ist euer absolutes Arbeitstier im Rettungsdienst für alle kritisch kranken Patienten (Schwerverletzte, Herzinfarkt, schwere Atemnot). Sie besitzt einen zusätzlichen Beutel (das Reservoir) unter der Maske.
Dies ist die absolute High-End-Lösung der Sauerstoffgabe und bildet die Brücke zur künstlichen Beatmung. Ein Demand-Ventil ist ein massives Metall- oder Plastikventil, das über einen dicken Druckschlauch direkt mit der Sauerstoffflasche verbunden ist. Es wird auf eine dicht sitzende Beatmungsmaske gesteckt.
💡 MERKE:
Das Zielgebiet für die Sauerstoffsättigung liegt bei normalen Notfallpatienten bei $94 \%$ bis $98 \%$ (bei COPD-Patienten streng bei $88 \%$ bis $92 \%$).
Betreibt eine einfache Sauerstoffmaske ohne Reservoir niemals unter 5 Liter/min, um eine tödliche Kohlendioxid-Vergiftung zu verhindern!
Der Reservoirbeutel der Traumamaske muss vor dem Aufsetzen zwingend prall gefüllt sein!
Das Demand-Ventil triggert durch die Einatmung des Patienten und liefert echte $100 \%$ reinen Sauerstoff.
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Herzlich willkommen zur Königsdisziplin der manuellen Lebensrettung! Bevor wir den Beatmungsbeutel in die Hand nehmen, müsst ihr einen extrem wichtigen physikalischen Unterschied verstehen:Die natürliche Atmung eines Menschen funktioniert durch Unterdruck. Das Zwerchfell zieht sich zusammen, ein Vakuum entsteht im Brustkorb, und die Luft wird passiv eingesaugt.Die künstliche Beatmung durch euch funktioniert jedoch durch Überdruck. Ihr presst die Luft mit massiver mechanischer Kraft aktiv in den Brustkorb, wie beim Aufpumpen eines Autoreifens. Dieser Überdruck ist extrem unnatürlich für den Körper und hat gravierende Auswirkungen auf den Blutkreislauf, weshalb ihr hier mit chirurgischer Präzision arbeiten müsst.
Ein moderner Beatmungsbeutel ist ein hochkomplexes System, das aus mehreren Bauteilen besteht, die perfekt ineinandergreifen müssen.
Die größte Herausforderung bei der Beutel-Masken-Beatmung ist nicht das Drücken des Beutels, sondern das Dicht-Halten der Maske auf dem Gesicht. Ein menschliches Gesicht ist nicht flach, sondern uneben.
Studien zeigen klar: Die Ein-Helfer-Methode ist selbst bei Profis oft undicht. Wenn ihr genug Personal vor Ort habt, müsst ihr sofort auf die Zwei-Helfer-Methode umsteigen!
Wenn die Maske dicht sitzt, beginnt die eigentliche Gefahr. Durch den Stress im Einsatz neigen Helfer dazu, viel zu schnell und viel zu fest zu drücken. Das nennt man Hyperventilation, und es tötet den Patienten.
Eine Beutel-Masken-Beatmung ohne Hilfsmittel ist ein Kampf gegen Windmühlen. Sobald ihr den Beutel aufsetzt, drückt ihr oft unweigerlich den Kiefer und damit die Zunge nach unten.Daher gilt der absolute Grundsatz: Vor jeder Beutel-Masken-Beatmung wird (falls keine Kontraindikationen vorliegen) ein Guedel-Tubus in den Mund oder ein Wendl-Tubus in die Nase eingelegt! Diese kleinen Plastikrohre halten die Zunge aus dem Weg und garantieren, dass eure mühsam in den Patienten gepresste Luft auch wirklich in der Luftröhre ankommt.
💡 MERKE:
Die Beutel-Masken-Beatmung (BMB) ist die wichtigste Grundfähigkeit! Der C-E-Griff zieht das Gesicht in die Maske (nicht die Maske ins Gesicht).Nutzt wann immer möglich die Zwei-Helfer-Methode für absolute Dichtigkeit.Drückt den Beutel nur mit 500 bis 600 ml Volumen (bis sich der Brustkorb hebt) und vermeidet schnelle Hyperventilation zwingend, um ein Erbrechen des Mageninhalts und einen Blutdruckabfall zu verhindern!Legt vor der Beatmung immer einen Guedel- oder Wendl-Tubus ein!