Herzlich willkommen zur Bekämpfung des Leids! Bevor wir in die Nervenbahnen abtauchen, müssen wir uns eine absolut unumstößliche, ethische und medizinische Grundregel der Notfallmedizin einprägen: Schmerz ist immer das, was der Patient sagt, dass es ist! Es spielt absolut keine Rolle, ob ihr bei der gleichen Verletzung lächeln würdet. Wenn der Patient weint und sagt, er habe unerträgliche Schmerzen, dann ist das die Realität, die wir behandeln. Schmerz ist niemals objektiv messbar, er ist immer ein rein subjektives Erleben.
Wie kommt der Schmerz vom gebrochenen Bein in den Kopf? Dieser Weg wird als Nozizeption bezeichnet und läuft in 4 streng getrennten Phasen ab. Genau an diesen 4 Punkten setzen später unsere verschiedenen Medikamente an!
Habt ihr euch mal den Zeh gestoßen? Zuerst kommt ein blitzartiger, heller Schmerz. Wenige Sekunden später folgt ein dumpfes, tiefes und pochendes Pochen. Das liegt daran, dass der Körper 2 völlig unterschiedliche "Kabel" (Nervenfasern) für den Schmerz nutzt.
Für uns im Rettungsdienst ist es extrem wichtig zu wissen, woher der Schmerz kommt, denn das gibt uns diagnostische Hinweise auf die verletzten Organe.
Viele Leute denken: "Schmerz bringt niemanden um, da muss er jetzt durch." Das ist in der Notfallmedizin ein tödlicher Irrtum! Schmerz löst im Körper einen massiven, zerstörerischen Alarmzustand aus.
Da Schmerz subjektiv ist, müssen wir ihn für unsere Dokumentation und für die Überprüfung unserer Medikamente messbar machen.
💡 MERKE:
Schmerz ist immer rein subjektiv und genau das, was der Patient empfindet! Der Schmerzreiz reist in 4 Phasen über periphere Nervenbahnen zum Rückenmark und wird erst im Gehirn als Schmerz wahrgenommen (Nozizeption).A-Delta-Fasern leiten den schnellen Schmerz. C-Fasern leiten den dumpfen Dauerschmerz. Unbehandelter Schmerz treibt den Blutdruck nach oben und verursacht eine gefährliche Schonatmung. Dieser Teufelskreis kann lebensgefährlich sein! Zur objektiven Messung nutzen wir immer die Numerische Rating-Skala (0 bis 10).
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Herzlich willkommen zur Schmerzanamnese! "Ich habe Schmerzen" ist der häufigste Satz im Rettungsdienst. Doch dieser Satz reicht uns nicht aus. Ein gebrochener kleiner Finger und ein massiver Herzinfarkt tun beide weh, erfordern aber völlig unterschiedliche Herangehensweisen. Um den Schmerz des Patienten für uns (und für das aufnehmende Krankenhaus) greifbar und dokumentierbar zu machen, nutzen wir strukturierte Werkzeuge und Skalen.
Um die reine Intensität (die Stärke) des Schmerzes zu messen, gibt es weltweit etablierte Standard-Skalen. Ihr müsst die Skala an das Alter und den geistigen Zustand eures Patienten anpassen!
Was macht ihr, wenn der Patient das Konzept von Zahlen nicht versteht? Ein 4-jähriges Kind oder ein Patient mit schwerer Demenz kann euch keine "7 von 10" nennen.
Eine Zahl von 0 bis 10 sagt uns nur, wie stark der Schmerz ist. Sie sagt uns nicht, woher er kommt oder was ihn auslöst. Dafür nutzen wir in der Notfallmedizin das OPQRST-Schema. Es zwingt uns, den Schmerz wie Kriminalisten zu zerlegen.
💡 MERKE:
Schmerz muss zur Überprüfung der Therapie objektiv messbar und dokumentiert werden! Bei wachen Erwachsenen nutzt ihr standardmäßig die Numerische Rating-Skala von 0 bis 10.Bei Kindern nutzt ihr die Gesichter-Skala (Wong-Baker), bei dementen Patienten die Fremdbeobachtung (BESD-Skala).Um die Ursache des Schmerzes herauszufinden, nutzt ihr zwingend das OPQRST-Schema (Beginn, Auslöser, Qualität, Region, Stärke und Zeit).
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Herzlich willkommen zur Pathophysiologie des Schmerzes! Wenn der Körper einen massiven Schmerzreiz registriert, schaltet das Gehirn sofort auf den ultimativen Überlebensmodus um: Kampf oder Flucht. Das sympathische Nervensystem wird maximal aktiviert und flutet den Blutkreislauf mit Stresshormonen (Adrenalin und Noradrenalin). Diese chemische Flutwaffe hat drastische Auswirkungen auf fast jedes Organsystem des Körpers.
Dies ist die gefährlichste Auswirkung für unsere vorerkrankten Patienten!
Besonders bei Verletzungen im Bereich des Brustkorbs (gebrochene Rippen) oder des Bauches hat Schmerz eine direkte Auswirkung auf die Lunge.
Der "Kampf oder Flucht"-Modus duldet keine Nebensächlichkeiten wie Verdauung.
Der Körper ist bei extremen Schmerzen auf eine blutende Wunde vorbereitet, auch wenn vielleicht gar keine vorhanden ist.
Wir dürfen die Seele des Patienten nicht vergessen.
💡 MERKE:
Schmerz ist niemals harmlos! Er löst einen massiven Adrenalinausstoß aus. Unbehandelter Schmerz treibt den Blutdruck und die Herzfrequenz nach oben, was den Sauerstoffbedarf des Herzens lebensgefährlich steigert. Die schmerzbedingte Schonatmung führt zu einem akuten Sauerstoffmangel im Blut und begünstigt Lungenentzündungen. Schmerz stoppt die Magenentleerung. Es besteht immer akute Gefahr für Übelkeit, Erbrechen und Aspiration! Eine gute Analgesie ist immer auch Herzschutz, Lungenschutz und Psychohygiene.
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Herzlich willkommen zur Entscheidungsfindung! Wann ist der Schmerz "schlimm genug" für unsere Medikamente? Im Rettungsdienst leitet sich die Indikation für eine Schmerztherapie grundsätzlich aus 2 Hauptsäulen ab: Einerseits aus dem gemessenen Schmerzwert des Patienten und andererseits aus ganz bestimmten Krankheitsbildern, bei denen Schmerz eine lebensgefährliche Komplikation darstellt. Gehen wir die klassischen Einsatzgebiete durch.
Die einfachste und alltäglichste Indikation liefert uns der Patient selbst über die Numerische Rating-Skala (von 0 bis 10).
Bei Unfällen ist die Gewalteinwirkung auf das Gewebe offensichtlich. Hier geht es primär um die Vermeidung des lebensgefährlichen Schock-Kreislaufs und die Ermöglichung einer schonenden Rettung.
Bei inneren Erkrankungen rettet die Schmerztherapie aktiv das betroffene Organ.
Manchmal sind wir im Rettungsdienst selbst diejenigen, die dem Patienten Schmerzen zufügen müssen, um sein Leben zu retten.
💡 MERKE:
Eine absolute Indikation zur Schmerztherapie besteht bei jedem Patienten, der einen Schmerzwert von 4 oder höher auf der Skala angibt! Beim Thoraxtrauma ist die Analgesie eine zwingende Beatmungstherapie zur Abwendung der gefährlichen Schonatmung. Beim Herzinfarkt rettet die Schmerztherapie den Herzmuskel, da sie den Sauerstoffbedarf durch Stressreduktion massiv senkt. Schmerzhafte ärztliche oder rettungsdienstliche Maßnahmen (wie Schienung, Reposition oder Elektroschocks) rechtfertigen im Vorfeld immer eine starke Schmerztherapie (prozedurale Analgesie).
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Herzlich willkommen im Werkzeugkasten der Schmerztherapie! Wenn wir den Schmerz als unseren Feind betrachten, müssen wir ihn an mehreren Fronten gleichzeitig angreifen. Ein Medikament allein reicht oft nicht aus, wenn der Patient in Panik ist oder der gebrochene Knochen bei jedem Wackeln des Rettungswagens aneinander reibt. Deshalb stützt sich jede professionelle Analgesie auf 3 fundamentale Methoden: die Psyche, die Physik und die Pharmakologie.

Das Gehirn ist das Organ, in dem der Schmerz letztendlich entsteht. Wenn das Gehirn in Panik ist, wirkt es wie ein gigantischer Verstärker für Schmerzsignale. Eure Stimme ist das allererste Schmerzmittel, das am Einsatzort wirkt!
Bevor wir die Chemie in den Körper schicken, müssen wir die mechanische Ursache des Schmerzes stoppen. Jeder physikalische Reiz, den wir ausschalten, spart uns später gefährliche Medikamente!
Wenn Psyche und Physik nicht ausreichen, um den Schmerz auf einen Wert von unter 4 auf der Numerischen Rating-Skala zu senken, greifen wir zur Nadel. Die medikamentöse Therapie blockiert die Schmerzweiterleitung auf biochemischer Ebene.
💡 MERKE:
Eine professionelle Schmerztherapie ist immer multimodal aufgebaut und nutzt alle 3 Methoden gleichzeitig! Die psychische Betreuung (vokale Analgesie) senkt den Stresshormonspiegel und dämpft den Schmerzverstärker im Gehirn. Die physikalische Therapie (Schienung, Lagerung, Kühlung) stoppt die ständige, mechanische Neureizung der Schmerzfühler. Die medikamentöse Therapie ist der chemische Eingriff. Sie reicht von leichten, gewebewirksamen Mitteln bis hin zu starken, im Gehirn wirkenden Opiaten.
Herzlich willkommen zur Bekämpfung des Leids! Bevor wir in die Nervenbahnen abtauchen, müssen wir uns eine absolut unumstößliche, ethische und medizinische Grundregel der Notfallmedizin einprägen: Schmerz ist immer das, was der Patient sagt, dass es ist! Es spielt absolut keine Rolle, ob ihr bei der gleichen Verletzung lächeln würdet. Wenn der Patient weint und sagt, er habe unerträgliche Schmerzen, dann ist das die Realität, die wir behandeln. Schmerz ist niemals objektiv messbar, er ist immer ein rein subjektives Erleben.
Wie kommt der Schmerz vom gebrochenen Bein in den Kopf? Dieser Weg wird als Nozizeption bezeichnet und läuft in 4 streng getrennten Phasen ab. Genau an diesen 4 Punkten setzen später unsere verschiedenen Medikamente an!
Habt ihr euch mal den Zeh gestoßen? Zuerst kommt ein blitzartiger, heller Schmerz. Wenige Sekunden später folgt ein dumpfes, tiefes und pochendes Pochen. Das liegt daran, dass der Körper 2 völlig unterschiedliche "Kabel" (Nervenfasern) für den Schmerz nutzt.
Für uns im Rettungsdienst ist es extrem wichtig zu wissen, woher der Schmerz kommt, denn das gibt uns diagnostische Hinweise auf die verletzten Organe.
Viele Leute denken: "Schmerz bringt niemanden um, da muss er jetzt durch." Das ist in der Notfallmedizin ein tödlicher Irrtum! Schmerz löst im Körper einen massiven, zerstörerischen Alarmzustand aus.
Da Schmerz subjektiv ist, müssen wir ihn für unsere Dokumentation und für die Überprüfung unserer Medikamente messbar machen.
💡 MERKE:
Schmerz ist immer rein subjektiv und genau das, was der Patient empfindet! Der Schmerzreiz reist in 4 Phasen über periphere Nervenbahnen zum Rückenmark und wird erst im Gehirn als Schmerz wahrgenommen (Nozizeption).A-Delta-Fasern leiten den schnellen Schmerz. C-Fasern leiten den dumpfen Dauerschmerz. Unbehandelter Schmerz treibt den Blutdruck nach oben und verursacht eine gefährliche Schonatmung. Dieser Teufelskreis kann lebensgefährlich sein! Zur objektiven Messung nutzen wir immer die Numerische Rating-Skala (0 bis 10).
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Herzlich willkommen zur Schmerzanamnese! "Ich habe Schmerzen" ist der häufigste Satz im Rettungsdienst. Doch dieser Satz reicht uns nicht aus. Ein gebrochener kleiner Finger und ein massiver Herzinfarkt tun beide weh, erfordern aber völlig unterschiedliche Herangehensweisen. Um den Schmerz des Patienten für uns (und für das aufnehmende Krankenhaus) greifbar und dokumentierbar zu machen, nutzen wir strukturierte Werkzeuge und Skalen.
Um die reine Intensität (die Stärke) des Schmerzes zu messen, gibt es weltweit etablierte Standard-Skalen. Ihr müsst die Skala an das Alter und den geistigen Zustand eures Patienten anpassen!
Was macht ihr, wenn der Patient das Konzept von Zahlen nicht versteht? Ein 4-jähriges Kind oder ein Patient mit schwerer Demenz kann euch keine "7 von 10" nennen.
Eine Zahl von 0 bis 10 sagt uns nur, wie stark der Schmerz ist. Sie sagt uns nicht, woher er kommt oder was ihn auslöst. Dafür nutzen wir in der Notfallmedizin das OPQRST-Schema. Es zwingt uns, den Schmerz wie Kriminalisten zu zerlegen.
💡 MERKE:
Schmerz muss zur Überprüfung der Therapie objektiv messbar und dokumentiert werden! Bei wachen Erwachsenen nutzt ihr standardmäßig die Numerische Rating-Skala von 0 bis 10.Bei Kindern nutzt ihr die Gesichter-Skala (Wong-Baker), bei dementen Patienten die Fremdbeobachtung (BESD-Skala).Um die Ursache des Schmerzes herauszufinden, nutzt ihr zwingend das OPQRST-Schema (Beginn, Auslöser, Qualität, Region, Stärke und Zeit).
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Herzlich willkommen zur Pathophysiologie des Schmerzes! Wenn der Körper einen massiven Schmerzreiz registriert, schaltet das Gehirn sofort auf den ultimativen Überlebensmodus um: Kampf oder Flucht. Das sympathische Nervensystem wird maximal aktiviert und flutet den Blutkreislauf mit Stresshormonen (Adrenalin und Noradrenalin). Diese chemische Flutwaffe hat drastische Auswirkungen auf fast jedes Organsystem des Körpers.
Dies ist die gefährlichste Auswirkung für unsere vorerkrankten Patienten!
Besonders bei Verletzungen im Bereich des Brustkorbs (gebrochene Rippen) oder des Bauches hat Schmerz eine direkte Auswirkung auf die Lunge.
Der "Kampf oder Flucht"-Modus duldet keine Nebensächlichkeiten wie Verdauung.
Der Körper ist bei extremen Schmerzen auf eine blutende Wunde vorbereitet, auch wenn vielleicht gar keine vorhanden ist.
Wir dürfen die Seele des Patienten nicht vergessen.
💡 MERKE:
Schmerz ist niemals harmlos! Er löst einen massiven Adrenalinausstoß aus. Unbehandelter Schmerz treibt den Blutdruck und die Herzfrequenz nach oben, was den Sauerstoffbedarf des Herzens lebensgefährlich steigert. Die schmerzbedingte Schonatmung führt zu einem akuten Sauerstoffmangel im Blut und begünstigt Lungenentzündungen. Schmerz stoppt die Magenentleerung. Es besteht immer akute Gefahr für Übelkeit, Erbrechen und Aspiration! Eine gute Analgesie ist immer auch Herzschutz, Lungenschutz und Psychohygiene.
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Herzlich willkommen zur Entscheidungsfindung! Wann ist der Schmerz "schlimm genug" für unsere Medikamente? Im Rettungsdienst leitet sich die Indikation für eine Schmerztherapie grundsätzlich aus 2 Hauptsäulen ab: Einerseits aus dem gemessenen Schmerzwert des Patienten und andererseits aus ganz bestimmten Krankheitsbildern, bei denen Schmerz eine lebensgefährliche Komplikation darstellt. Gehen wir die klassischen Einsatzgebiete durch.
Die einfachste und alltäglichste Indikation liefert uns der Patient selbst über die Numerische Rating-Skala (von 0 bis 10).
Bei Unfällen ist die Gewalteinwirkung auf das Gewebe offensichtlich. Hier geht es primär um die Vermeidung des lebensgefährlichen Schock-Kreislaufs und die Ermöglichung einer schonenden Rettung.
Bei inneren Erkrankungen rettet die Schmerztherapie aktiv das betroffene Organ.
Manchmal sind wir im Rettungsdienst selbst diejenigen, die dem Patienten Schmerzen zufügen müssen, um sein Leben zu retten.
💡 MERKE:
Eine absolute Indikation zur Schmerztherapie besteht bei jedem Patienten, der einen Schmerzwert von 4 oder höher auf der Skala angibt! Beim Thoraxtrauma ist die Analgesie eine zwingende Beatmungstherapie zur Abwendung der gefährlichen Schonatmung. Beim Herzinfarkt rettet die Schmerztherapie den Herzmuskel, da sie den Sauerstoffbedarf durch Stressreduktion massiv senkt. Schmerzhafte ärztliche oder rettungsdienstliche Maßnahmen (wie Schienung, Reposition oder Elektroschocks) rechtfertigen im Vorfeld immer eine starke Schmerztherapie (prozedurale Analgesie).
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Herzlich willkommen im Werkzeugkasten der Schmerztherapie! Wenn wir den Schmerz als unseren Feind betrachten, müssen wir ihn an mehreren Fronten gleichzeitig angreifen. Ein Medikament allein reicht oft nicht aus, wenn der Patient in Panik ist oder der gebrochene Knochen bei jedem Wackeln des Rettungswagens aneinander reibt. Deshalb stützt sich jede professionelle Analgesie auf 3 fundamentale Methoden: die Psyche, die Physik und die Pharmakologie.

Das Gehirn ist das Organ, in dem der Schmerz letztendlich entsteht. Wenn das Gehirn in Panik ist, wirkt es wie ein gigantischer Verstärker für Schmerzsignale. Eure Stimme ist das allererste Schmerzmittel, das am Einsatzort wirkt!
Bevor wir die Chemie in den Körper schicken, müssen wir die mechanische Ursache des Schmerzes stoppen. Jeder physikalische Reiz, den wir ausschalten, spart uns später gefährliche Medikamente!
Wenn Psyche und Physik nicht ausreichen, um den Schmerz auf einen Wert von unter 4 auf der Numerischen Rating-Skala zu senken, greifen wir zur Nadel. Die medikamentöse Therapie blockiert die Schmerzweiterleitung auf biochemischer Ebene.
💡 MERKE:
Eine professionelle Schmerztherapie ist immer multimodal aufgebaut und nutzt alle 3 Methoden gleichzeitig! Die psychische Betreuung (vokale Analgesie) senkt den Stresshormonspiegel und dämpft den Schmerzverstärker im Gehirn. Die physikalische Therapie (Schienung, Lagerung, Kühlung) stoppt die ständige, mechanische Neureizung der Schmerzfühler. Die medikamentöse Therapie ist der chemische Eingriff. Sie reicht von leichten, gewebewirksamen Mitteln bis hin zu starken, im Gehirn wirkenden Opiaten.